MV tut was - und Dabelow macht mit!
Wir alle wünschen uns ein Dorf, in dem wir gut leben können – heute und auch für unsere Kinder und Enkel. Damit das so bleibt, wollen wir zusammen überlegen, was wir für ein gutes Dorfleben und für den Schutz unserer Umwelt tun können.
Ein paar Mitglieder unseres Dorfvereins De Dör Dabelow haben deshalb die Initiative ergriffen und Dabelow bei der Dorfklima.Werkstatt. angemeldet. Dieses Format gehört zum Landesprogramm MV tut was. – einer Initiative, die Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern dabei unterstützt, Klimaschutz und Lebensqualität vor Ort gemeinsam anzupacken.
Das Schöne daran:
Hier geht es nicht um Vorschriften von oben, sondern um uns Dabelower selbst. Wir entscheiden, was zu unserem Dorf passt – und worauf wir Lust haben.
Begleitet wird das Ganze von erfahrenen Menschen aus der Region, die viel davon verstehen, wie man gemeinsame Projekte gut in Gang bringt. Mit dabei sind unter anderem fint e.V. Rostock, das Thünen Institut für Regionalentwicklung und die Hochschule Neubrandenburg. Die Dorfklima.Werkstatt. selbst wird vom Landlabor UG unterstützt und begleitet.
Kurz: bodenständig, regional, praxisnah – kein Bürokratie-Monster.
Worum geht’s ganz konkret?
In drei Treffen wollen wir gemeinsam:
🌱 schauen, was in Dabelow schon für Klima, Umwelt und Miteinander passiert
💡 Ideen sammeln, wie wir als Dorf noch besser und klimafreundlicher werden können
🔧 eine konkrete Projektidee auswählen und gemeinsam auf den Weg bringen
Ob es am Ende ein Gemeinschaftsgarten, ein Energie-Projekt, ein Mobilitätsangebot, ein Naturprojekt oder etwas ganz anderes wird – wir entwickeln es zusammen. Hauptsache, es tut unserem Dorf gut und hilft unserer Umwelt.
Startschuss in Dabelow
Erstes Treffen:
📍 Vereinshaus De Blechbüss
📅 10. Januar 2026
🕘 11:00–16:00 Uhr
Zweites Treffen:
📍 Vereinshaus De Blechbüss
📅 11. April 2026
🕘 11:00–16:00 Uhr
Für das dritte Treffen, das als Video-Konferenz stattfindet, steht noch kein Termin fest.
Wir beginnen damit, gemeinsam zurückzuschauen:
Was wurde in Dabelow schon für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und gutes Zusammenleben bewegt?
Danach blicken wir nach vorn:
Welche neuen Ideen packen wir als Nächstes an?
Am Ende soll eine starke gemeinsame Projektidee stehen, bei der wir sagen können:
Das ist typisch Dabelow – und das kriegen wir zusammen hin!
Was verbirgt sich denn eigentlich hinter der Dorfklima.Werkstatt?
Und: Habe ich etwas verpasst?
Diese Fragen haben sich vielleicht einige in unserem Dorf gestellt, die erste vor der Veranstaltung, die zweite danach. Nun, was genau auf uns zukommen würde, wussten wir OrganisatorInnen auch nicht ganz genau, nur, dass es um „Dorfklima“ gehen sollte, also neben der Erhaltung einer intakten Natur und Umwelt als unserer Lebensgrundlage auch um das Miteinander im Dorf, sozusagen das „Klima“ unter uns.
22 Neugierige fanden sich am Valentinstag in der Blechbüss ein, um mit Hilfe gezielter Fragen und Aufgaben der beiden ModeratorInnen Lea und Henning herauszufinden, welche Themen uns in Bezug auf unser Leben hier im Dorf am Herzen liegen. Relativ schnell kristallisierten sich Themen wie Mobilität, einfache Kommunikationswege, Nahversorgung, aber auch zukünftige Energie- und Wärmeversorgung, Grünflächenpflege und -anlage heraus. Aber auch Themen wie Gesundheitsversorgung, Freizeitgestaltung im Dorf sowie Teilhabe im Alter spielten eine Rolle. Neben der faszinierenden Vielfalt dieser Themen trat insbesondere die Bedeutung eines intakten dörflichen Miteinanders in den Vordergrund. Denn: Veränderung kann nur in einer intakten Gemeinschaft gelingen, so der breite Tenor unter uns Anwesenden.
Wie selbstverständlich entstanden bei den Diskussionen, die auch beim leckeren Mittagessen nicht abrissen, erste Wahrnehmungen und Schlaglichter auf all die Dinge im Dorf, die im Bereich des „Dorfklimas“ schon heute gelingen bzw. erfolgreich auf den Weg gebracht wurden. Doch auch Defizite wurden festgestellt und Handlungsspielräume diskutiert. Aus den vielen verschiedenen Themen entschieden wir uns für 4, die uns am wichtigsten oder interessantesten erschienen: Kommunikation, Mobilität, Ressourcenschutz (Trinkwasser) und Energieversorgung.
Den Abschluss unserer angeregten und außerordentlich kreativen Werkstatt bildete ein gemeinsamer Blick in die Zukunft. In 4 kleinen Teams sollten wir jeweils eine Vision zu den oben genannten 4 Themen entwickeln. An Hand von Werbeplakaten umrissen wir Handlungsfelder und illustrierten, wie wir uns eine Umsetzung jeweils vorstellen könnten. Das hat sehr viel Spaß bereitet, da jeder seine Phantasie spielen lassen konnte, und es war spannend zu hören und zu sehen, was die anderen Teams für kreative Ideen hatten. Aber nochmal zur Info:
Es handelt sich hier nur um „Visionen“!
Was davon umsetzbar ist und was wir tatsächlich machen wollen, werden wir im nächsten Treffen am 11. April 2026 diskutieren und herausarbeiten.
Kommunikation
Mit dem Plakat Komm-Mit zum Thema Kommunikation stellte das Team folgende Fragen in den Mittelpunkt:
Wie können wir alle Dorfmitbewohner barrierefrei erreichen und Teilhabe am Dorfleben für alle ermöglichen? Welche sozialen und technischen Möglichkeiten können wir dafür nutzen?
Mobilität
MFG - Dorfauto ist der Titel des Plakats zur Mobilität. Ist es möglich, ein kleines Elektroauto (Null Emission) für das Dorf bereitzustellen, das mit guter Absprache von allen mit genutzt werden kann, die sich ein eigenes Auto nicht leisten können, oder wollen, oder gar keine Fahrerlaubnis besitzen? Hier sollen Einkaufs- und Ausflugsgemeinschaften mitgedacht werden. Zusätzlich wäre es wichtig, einen Mitnahmepunkt am Dorfausgang Richtung Fürstenberg zum besseren Anschluss an die Bahn einzurichten.
Ressourcenschutz
Das Team zum Thema Ressourcenschutz hatte die Idee Unser Wasser für alle:
Könnten wir nicht gutes, nitratarmes Trinkwasser aus einem gemeinsamen Brunnen gewinnen? Eine öffentliche Trinkwasserstelle als Treffpunkt und für Fahrradtouristen wäre schön.
Energieversorgung
Zum Thema Energieversorgung entstand die Vision Dabelflow:
Energieautarkes Dabelow: Warum zapfen wir nicht den Dabelowsee und die Kläranlage für unsere Wärmeversorgung an? Können wir nicht alle ungenutzten Dachflächen gemeinsam (als Genossenschaft?) zur Stromerzeugung nutzen?






